Patienteninformation: Umstellung der Blutverdünnung auf Rivaroxaban
Liebe Patientinnen und Patienten,
in unserer Praxis stellen wir derzeit bei einem Teil der Patientinnen und Patienten die Blutverdünnung um. Mit dieser Information möchten wir Ihnen die Hintergründe und den Ablauf verständlich erklären.
Zur Hemmung der Blutgerinnung werden heute überwiegend sogenannte DOAKs (Direkte orale Antikoagulanzien) eingesetzt. Diese Medikamente sind bei vergleichbarer Wirksamkeit und Sicherheit mit unterschiedlichen Wirkstoffen und Preisen erhältlich. Zu den gebräuchlichsten Wirkstoffen bei uns gehören:
- Apixaban (z. B. Eliquis®)
- Rivaroxaban (z. B. Xarelto® und Generika)
- Edoxaban (z. B. Lixiana®)
- Dabigatran (z. B. Pradaxa®)
Warum erfolgt die Umstellung?
Der Patentschutz für Rivaroxaban ist ausgelaufen. Dadurch stehen inzwischen hochwertige Generika zur Verfügung. Rivaroxaban gehört, wie die anderen oben genannten Medikamente zur Gruppe der sogenannten direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK).
Als Vertragsarztpraxis sind wir verpflichtet, bei gleicher Wirksamkeit eines Medikaments eine wirtschaftliche Verordnung zu beachten. Das bedeutet, da nun vom Wirkstoff Rivaroxaban kostengünstige Präparate zur Verfügung stehen werden diese bevorzugt verordnet.
Ist Rivaroxaban genauso wirksam und sicher?
Ja. Die Wirkstoffe sind gut untersucht und werden seit vielen Jahren eingesetzt. Sie unterscheiden sich in Details der Einnahme, haben aber eine vergleichbare Schutzwirkung vor Schlaganfällen und Thrombosen.
Was ändert sich für Sie?
Die Dosierung und Einnahmezeit können sich ändern (z. B. einmal täglich statt zweimal täglich).
Rivaroxaban sollte in der Regel zu einer Mahlzeit eingenommen werden, um optimal zu wirken.
Die Tabletten sehen möglicherweise anders aus als Ihr bisheriges Medikament.
Wie erfolgt die Umstellung?
Die Umstellung erfolgt nahtlos: Sie nehmen Ihr bisheriges Medikament wie verordnet ein.
Zum vereinbarten Zeitpunkt beginnen Sie mit Rivaroxaban und setzen die Vormedikation ab.
Blutkontrollen sind ist in der Regel nicht erforderlich.
Worauf sollten Sie achten?
Nehmen Sie das neue Medikament regelmäßig und wie verordnet ein.
Informieren Sie uns bei Blutungen, ungewöhnlichen Beschwerden oder Unsicherheiten.
Teilen Sie uns bitte wie gewohnt mit, wenn Sie andere neue Medikamente erhalten, da es Wechselwirkungen geben kann.
Was tun bei Fragen?
Wenn Sie unsicher sind oder Fragen haben, sprechen Sie uns bitte an. Wir erklären Ihnen gern Ihre persönliche Dosierung und die Handhabung.
Mit freundlichen Grüßen, Ihr Praxisteam Herold und Lein